Das iPad als Client für virtualisierte Enterprise Apps?

Veröffentlicht am 15. Februar, 2010 unter Applikationen, Design & Usability, IT, Newsletter, Trends & Entwicklungen.
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Das iPad kommt. Wie der Keynote von Steve Jobs zu entnehmen war richtet sich das iPad primär an Konsumenten. Doch ließe sich das iPad auch im Unternehmenskontext einsetzen?

Betrachtet man Anwendungen für das iPhone wie Citrix Receiver, so kommt man schnell zu dem Schluss, dass das iPad durchaus – und vermutlich sogar direkt ab Launch des Gerätes – im Unternehmenskontext zum Einsatz kommen könnte.

Citrix arbeitet aktuell bereits an einer Adaption seiner Software für das iPad und stößt so die Tür für Unternehmensanwendungen auf dem iPad weit auf. So ermöglicht die Software es bereits heute bestehende Anwendungen von nahezu beliebigen Plattformen auf das iPhone zu streamen und dort zu nutzen.

Ein mögliches Nutzungsszenario für das iPad wäre der Health Care Sektor – insbesondere der Bereich Krankenhäuser in dem ohnehin eine zunehmende  Digitalisierung Einzug erhält. So könnten Tablet PCs wie das iPad die Arbeitsabläufe in Krankenhäusern durch stets aktuelle Informationen und letzte Befunde stark verbessern und Zeit und Geld sparen sowie Leben retten helfen.

Beispiele für Use Cases im Krankenhaus:

  • Echtzeitüberwachung – z.B. der Vitalfunktionen
  • Schichtwechsel – Vereinfachung des Ablaufs durch mobile Geräte. Übergaben sind so nicht mehr an einen bestimmten Ort gebunden und können einfach über die mobilen Endgeräte erfolgen
  • Visualisierung von Behandlungsmethoden o.Ä. durch Multimediainhalte – Dem Patienten die Behandlungsmethoden oder ihre Vorteile anhand eines Videos vorführen zu können könnte die Bereitschaft des Patienten zur Einwilligung in die Behandlung erhöhen
  • Kommunikation mit Freunden und Verwandten für den Patienten: Ein Tablet, dass Videostreams unterstützt könnte der ideale Begleiter für den Patienten werden und ihm die einfache (Video-)Kommunikation mit Freunden und Familie ermöglichen.

Bereits seit Jahren versuchen Hardwarehersteller wie Panasonic, Toshiba, HP und Intel Tablet PCs im Krankenhaussektor zu etablieren – bisher vergeblich.

Ob Apple hier mit seiner überragenden Usability (und dem durchaus auch in ein Krankenhaus passenden Design seines Gerätes) jetzt letzen Endes landen kann bleibt abzuwarten, erscheint aber nicht unmöglich.

Siehe auch:Mike Kirkwood bei Readwriteweb.com (1, 2)

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1 Kommentar »

  • Kommentar von Patrick — 15. Februar 2010 @ 11:37

    1

    Das iPad ist mit Sicherheit eine Option für den Unternehmenseinsatz in unterscheidlichen Bereichen. Ob es sich für den Einsatz in Krankenhäuser eignet, halte ich für fragwürdig.

    Dazu müsste es eine flächendeckende WLAN-Abdeckung im Krankenhaus geben und der Funkverkehr dürfte keine Auswirkungen auf andere Medizintechnik haben. Solange dies nicht ausgeschlossen werden kann, ist von einem Einsatz in solchen hochsensiblen, weil lebenswichtigen Bereichen abzuraten. Nicht umsonst ist Nutzung von Mobiltelefonen in der Regel in Krankenhäusern verboten.


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